Über die Unterschiede zwischen den Gehirnen von Frauen und Männern

Wusstest du, dass es tatsächlich Unterschiede zwischen den Gehirnen von Frauen und Männern gibt und dass deine Denkleistung von deinem aktuellen Hormonstatus abhängig ist? 

 

Wissenschaftlich abgesichert ist, dass die Gehirne von Männern im Durchschnitt rund zehn Prozent größer als die von Frauen sind. Die Mittelwerte liegen bei 1350 beziehungsweise 1220 Gramm. Jedoch besitzen Gehirne von Frauen relativ zum Gesamtvolumen mehr graue, die von Männern hingegen mehr weiße Substanz. Der Furchungsgrad im rechten Stirnlappen und im rechten Scheitellappen ist bei Frauen größer. Und die Sprachzentren (Broca- und Wernicke-Areale) weisen bei ihnen auch ein etwas höheres Volumen auf. Doch aus all dem läßt sich überhaupt nichts über die Intelligenz eines Menschen schlussfolgern.

 

IQ-Tests zeigen jedoch, dass es trotzdem messbare Unterschiede in der Intelligenz von Frauen und Männern gibt. Obwohl sie so normiert sind, dass geschlechtsspezifische Unterschiede beim Mittelwert des IQ nicht entstehen, zeigen die Testergebnisse, dass es mehr extrem hochbegabte Männer als Frauen gibt, aber auch mehr "tieferbegabte". Bei der verbalen Intelligenz und der Wahrnehmungsgeschwindigkeit schneiden Frauen durchschnittlich besser ab. Männer sind hingegen durchschnittlich besser im räumlichen Denken und beim Kopfrechnen.

 

Interessant ist die messbare Abhängigkeit bestimmter Fähigkeiten von hormonellen Faktoren. Die sprachliche Kompetenz der Frauen ist dann am größten, wenn ihr Östrogenspiegel hoch ist. Wenn der Östrogenwert niedrig ist, holen die Frauen beim räumlichen Denken auf. 

 

Der Einfluss der Hormone ist inzwischen allgemein akzeptiert. Wenn du einen IQ- oder Einstellungstest planst, sollten Schlaue Frauen daran denken, in welcher Phase des Zyklus dieser Termin liegt. 

 

Insgesamt gibt es jedoch keine wesentlichen Geschlechtsunterschiede bei der allgemeinen Intelligenz, die für den beruflichen Erfolg eine wichtige Rolle spielen. 

Trotzdem besetzen Frauen nur wenige Führungspositionen, obwohl sie in Schule und Studium oft die besseren Leistungen erzielen.

 

Die Intelligenzforscherin Professorin Elsbeth Stern von der ETH Zürich hat herausgefunden, warum Frauen oft nicht ihr volles Potenzial ausschöpfen und warum Frauen den Weg bis ganz oben so selten schaffen:

 

"Sie sind ängstlicher, lassen sich leichter verunsichern und geben eher auf.“

 

Wenn du für deinen nächsten Entwicklungsschritt Selbstbewusstsein tanken willst oder Rückendeckung brauchst, schreibe eine mail@katjaweinert.de oder nutze das Kontaktformular.