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Selbstausdruck als Weg der inneren Heilung

Dahinter öffnet sich das Feld der Selbstermächtigung

Selbstausdruck ist pure Heilung. Und ich meine damit nicht unbedingt den künstlerischen Selbstausdruck, auch wenn dieser einer der einfachsten Wege ist, um unseren Gefühlen und Gedanken ein Ventil zu geben.

Die unmittelbarste Möglichkeit des Selbstausdrucks, ist die auf sprachlicher und unbedingt auch körperlicher Ebene, weil dies die zwei Möglichkeiten sind, die uns sofort zur Verfügung stehen und in der wir uns PRÄSENT und authentisch nach Außen geben. Sofern das, was wir in Gestik und Mimik zeigen und ggf. durch Handlung untermauern, mit dem gesprochenen Wort, welches immer unsere innere Haltung transportiert, korrespondiert. 


Wie schwer das vielen von uns fällt, sehen wir daran, dass Menschen, welche über verletzende und schambesetzte Themen sprechen, dabei oft kichern oder gar lachen, was nicht adäquat dazu ist, das sie eigentlich gerade am liebsten weinen, wüten oder schreien möchten.

Sie tun es nicht, weil sie Angst haben vor Verurteilung. (Und Achtung, das ist nicht das gleiche, wie jemanden oder etwas zu bewerten.) 

Dabei sind Wut und Traurigkeit eine unserer wichtigsten, aber gesellschaftlich am meisten geächteten Emotionen. 

Wut ist nicht pauschal aggressiv, sondern einer unserer kraftvollsten Möglichkeiten, unterdrückte Energie in einen Katalysator für Handlung umzuwandeln. Traurigkeit ist nicht per se eine Schwäche, die uns daran hindert unsere Verletzungen oder Emotionen in Schach zu halten. Sie ist der berechtigte Wunsch, unsere Wunden zu lecken, uns zurückzuziehen, uns Zeit zu nehmen, um die Ereignisse zu verarbeiten und neue Kräfte zu generieren. Und sie ist ein Zeichen für Mitgefühl für uns selbst, aber auch für andere.

Emotionen auszudrücken, bedeutet, den Druck von uns zu nehmen und eine energetische Balance zwischen dem Innen und dem Außen herzustellen.

Sich etwas von der Seele zu sprechen, fühlt sich befreiend an und ist heilsam, weil das was drückt einen Aus-Druck findet. Im künstlerischen wird es Expression genannt. Aus der Psychologie kennen wir den Begriff, der die Folgen ihres Fehlens beschreibt: Depression, also frei übersetzt im Ein-Druck verharren. Den Druck in sich zu sammeln ggf. bis zum Platzen. 

Sich den eigenen Ausdruck zu versagen ist also absolut selbstzerstörerisch. Alles ungefiltert im Außen abzuladen, ist es aber auch.

Die Brücke zwischen beidem ist Bewusst Sein.

Denn wir können uns in keiner Sekunde nicht nichtausdrücken. Unser pures Dasein, jeder Atemzug und Augenblick ist Selbstausdruck. 

Auch wegzugucken, sich wegzuducken drückt etwas aus. 

Die Frage ist nur immer, haben wir bewusst gewählt, welcher Ausdruck uns selbst befreit und heilt oder sich gegen uns richtet?
 

Bewusst zu wählen, ist keine spontane Reaktion in der jeweiligen Situation, sondern das Ergebnis eines Reifungs-Prozesses. Und eine Lebensentscheidung.

Wer bin ich? Wer will ich sein? 

Und wie will ich es im Außen zeigen?

Integer. Authentisch.


Präsenz zu zeigen, heißt im Jetzt zu sein.

PRÄSENT zu sein, heißt ein Geschenk zu sein.

Für dich selbst und für andere.

Die Kunst, das radikal Richtige zur richtigen Zeit zu tun

Mit deiner Lust flowen


Eines der erfüllendsten Zustände überhaupt, ist im Flow zu arbeiten und zu kreieren. Aber um in den Flow zu kommen, braucht es die Energie von LUST.

Eine der tiefsten Programmierungen, vorallem im beruflichen Kontext ist, unsere Lust zu ignorieren. Meist zu Gunsten einer ToDo-Liste, die wir im Planungsmodus erstellt haben.


Auf Lust liegt ein Verbot, weil sie sich anfühlt wie Arbeitsverweigerung. Weil Disziplin bedeutet, das Unangenehme zuerst zu tun. Weil wir Produktivität mit Selbstüberwindung und Funktionieren gleichsetzen und „ich hatte keine Lust“ als Ausrede gilt. Und weil wir Angst haben, dass sich da was einschleicht, das wir nicht kontrollieren können, wenn wir unserer Lust Raum geben.


Aber nicht zu tun, was wir eigentlich sollten, sondern nach Lust und Laune zu agieren, ist nicht immer ein Ausweichen.


Es ist energetischen Status, der uns ziemlich genau zeigt, was dran ist und wofür konkret in diesem Moment die inneren (und äußeren) Kapazitäten passen.


Und wenn wir uns erlauben, kontinuierlich unserer Lust zu folgen, entwickeln wir auch ein Gespür dafür, wann es konstruktiv ist, vom Plan abzuweichen und wann nicht.


Diese Flexibilität bringt Flow.

Und macht uns um ein Vielfaches produktiver, schneller, besser, kreativer und zwar unabhängig davon, ob uns eine Aufgabe „Spaß“ macht oder eben nicht.


Weil wahre Effizienz nicht linear oder zwangsläufig logisch funktioniert. Sie ist ein Thema von Energie und Erfülltheit, welche im richtigen Tun zum passenden Zeitpunkt zu uns zurückfließen, statt sich zu verbrauchen.


Denn Lust bedeutet, sich dem Strom des Lebens anzuvertrauen, sich mit uns selbst und einer intelligenten Ordnung außerhalb unseres Verstandes und der Logik von ToDo-Listen zu verbinden, statt permanent im Widerstand festzuhängen.


Ja, es fordert Mut so zu leben und zu arbeiten. Mut, sich gegen diese Du-drückst-dich-Stimme zu stellen. Mut, dir selbst, deinem Chef, deiner Familie oder sonstwem durch bloßes Tun zu zeigen, dass es besser war, heute Aufgabe Z vor Aufgabe A zu erledigen. Und es braucht Mut, deinem inneren Navigationssystem zu vertrauen. Das ganz besonders.


Ich sag dir, es lohnt sich.

Denn wenn du erstmal damit angefangen hast, aus der Lust heraus zu flowen, statt dein Zeug stupide abzuarbeiten und diese tiefe Zufriedenheit spürst, weil du deine Aufgaben zwar nicht in der geplanten Reihenfolge, aber ratzfatz, leicht und voller Schwung erledigt hast, wirst du nix anderes mehr wollen.

Nichts leuchtet heller, als beseelte glückliche Menschen


Ich kann so oft nicht erklären, was ich mache. Aber die Menschen, die mich buchen, spüren es. Sie wissen es intuitiv. Und sie folgen dem Vibrieren. 


Manche sind getriggert. Manche haben sogar Angst vor mir. Aber alle haben gemeinsam, dass sie unter die Oberfläche gucken und ihr Geschenk schon sehen können. 


Dann kommt tiefstes Vertrauen.

Dass ich sie lasse, wie sie sind. Ihnen nix vom Pferd erzähle oder mich als Guru aufspiele.


Weil je mehr ich mich in meiner Wahrheit zeige, je transparenter ich meinen Weg gehe, bin ich erkennbar. Für die vom gleichen Stamm. 


Für die, die sich die Welt selbst erklären, ihre eigene Wahrheit finden wollen.


Sie brauchen keinen Mainstream, keine gekaufte Hoffnung, keinen manipulierten Glauben, keine semi-religiösen Lehrer.


Das sind keine Nachplapperer, Nachmacher, Sprücheklopfer, Vollidioten. 


Sie sind einzigartige, außergewöhnliche Menschen mit Hirn und Herz, die verstanden haben, dass ihr erfülltes Leben und Wirken immer und immer nur in ihnen selbst beginnt. 


Das sind Individualisten, Einzelgänger, Visionäre, Pioniere, Genies. Und Freigeister. Superlative. Höchstsensible Multipotentials. Außenseiter ohne Peergroup. 
Nicht selten auch ausgepowerte Hochleister, die wissen, dass es so nicht weiter geht. 


Sie alle sind bewusst oder auch unbewusst auf der Suche:

nach der eigenen Essenz, der Verbindung mit der inneren Stimme, ihrer Seele,

nach ihrer Schöpferkraft und Kreativität.


Nach ihrer Ganzheit.

Pur. Rein. Roh. Krass.


Genau dafür ist die radikale Selbstermächtigung über den intuitiven Selbstausdruck das einfachste und wirkungsvollste Tool. 


Denn so machen wir für uns selbst sichtbar, was bisher unbewusst geblieben ist.


Und wir können wieder das oft abhanden gekommene Gefühl von Flow und Freude spüren. 


Unbeschreiblich, welche Energie dadurch entsteht. Neugierig forschend. Spielerisch ausprobierend. 

Frei.
Grenzen überschreiten.


Nichts leuchtet heller, als beseelte glückliche Menschen.


Und ich sehe, wie sie wieder lebendig werden.

Die Neurobiologie innerer Bilder

Und wie sie durch intuitive Collagen im Außen sicht- und transformierbar werden


Collagen machen klingt nach Bastelstunde. Nach Hobby und Zeitvertreib. Manchmal auch nach Kunst.

Vielleicht. Aber nicht nur. Nicht bei mir.

Ich nutze sie vor allem als Tool für meine Bewusstseins-Arbeit.

Denn was ich rausgefunden habe ist, dass die Wörter und bunten Bilder auf deinem Werk, gar nicht so zufällig sind, wie es scheint. Weil dein Unbewusstes dich durch diese bunten Schnipsel findet und dir zeigt, wer du in der Tiefe wirklich bist. Und was dich hindert, ganz du selbst zu sein.

Intuitiver Selbstausdruck ist Selbstbegegnung. Oft auch mit gefrorenen Emotionen und verschobenen Selbstbildern.

Intuitive Collagen machen diese inneren Bilder sicht- und damit transformierbar.

Und sie sind neurobiologisch präzise definiert: 

Innere Bilder sind strukturgewordenen Erfahrungen, welche im Lauf des Lebens erworben und im Gehirn als Vernetzungsmuster zwischen Nervenzellen verankert werden. Diese synaptischen Verschaltungen prägen Weltbild, Selbstbild und Entscheidungsverhalten.


Das Entscheidende dabei ist, dass ein Großteil dieser neuronalen Muster im nichtdeklarativen, emotionalen Gedächtnis operiert. Sie sind dort wirksam, weil sie sich der rational-kognitiven Verbalisierung entziehen. Sie steuern Verhalten ohne dass ein bewusster Zugang besteht.

Die Los-Lösung liegt in der Externalisierung. Im Aus-Druck.

Die kunsttherapeutische Forschung zeigt, dass gerade kreatives Gestalten den Zugang zu diesem unbewussten oder verdrängten Material ermöglicht, welches im emotionalen Gedächtnis gespeichert ist. Durch Materialisieren bzw. die Transformation innerer Bilder in eine äußere Form wird Unbewusstes wahrnehmbar, erkennbar und damit veränderbar.

Lass mal bisschen konkreter werden und die neurobiologischen Mechanismen beim intuitiven Collagieren betrachten und was dort genau passiert.

1. Selektive Wahrnehmung und unbewusste Mustererkennung

Selektive Wahrnehmung ist ein neurobiologischer Filterprozess, der nur das durchlässt, was zu ähnlichen Erfahrungen passt und das existenzielle System unterstützt. Das Gehirn richtet seine Aufmerksamkeit auf Reize, die mit bewussten oder (ganz besonders spannend) unbewussten, archivierten und dennoch aktiven Programmen und Zielen korrespondieren. Beim Blättern durch Zeitschriften aktiviert dieser Mechanismus eine unbewusste Suche nach bestimmten Mustern. Aus Tausenden von visuellen und textuellen Stimuli filtert das Gehirn präzise jene heraus, die mit den aktuellen Bedürfnissen, inneren Programmen, emotionalen Zuständen oder eben auch den gesetzten Intentionen räsonieren. Diese Auswahl ist kein bewusster Entscheidungsprozess. Sie erfolgt automatisiert über limbische und neuronale Netzwerke. Und genau das macht sichtbar, was sonst unsichtbar wirkt.

2. Hand-Hirn-Konnektivität und sensomotorische Integration

Eine besondere Region im Gehirn, der Gyrus supramarginalis koordiniert Bewegungen im Zusammenhang mit Gegenständen. Sie ist eine Art Schaltzentrale, wo visuelle Eindrücke, Tastgefühl, Bewegungsabläufe und die Wahrnehmung des eigenen Körpers zusammenlaufen. Wenn du schneidest, reißt, klebst, malst, mit der Hand schreibst, aktivierst du genau diese komplexe Vernetzung. Und Studien zeigen, motorische Reize fördern räumliches Vorstellungsvermögen und stimulieren kreative Netzwerke im Gehirn. Die Arbeit mit den Händen ist also kein Nebeneffekt, sondern ein aktiver Katalysator für neuronale Reorganisation.

3. Flow-State und die Deaktivierung des inneren Kritikers

Im Flow-Zustand passiert etwas Entscheidendes. Das Stirnhirn (Präfrontalcortex), welches als Sitz der individuellen Persönlichkeit und des Sozialverhaltens gilt und zuständig für Kontrolle, Bewertung und Selbstzensur ist, tritt vorübergehend in den Hintergrund. Dieser zustand wird in der Neurowissenschaft als transiente Hypofrontalität bezeichnet. Während der innere Kritiker leiser wird und der rationale Kontrollmodus abschaltet, aktivieren sich gleichzeitig jene Gehirnareale, die für sensorische Wahrnehmung und den unverfälschten, ursprünglichen Selbstausdruck zuständig sind. Diese neuronale Konfiguration schafft erhöhte Durchlässigkeit. Unbewusste innere Bilder können ungefiltert an die Oberfläche kommen ohne vom rationalen Kontrolletti blockiert oder korrigiert zu werden.

4. Neuroplastizität und strukturelle Veränderung

Kreative Aktivitäten erhöhen die funktionelle Konnektivität zwischen verschiedenen Hirnregionen messbar. Wiederholte kreative Prozesse formen und festigen neue neuronale Netzwerke. Das bedeutet, intuitives Gestalten ist nicht nur Ausdruck bestehender, bewusster und unbewusster Muster, sondern aktive Reorganisation neuronaler Strukturen. Neue synaptische Verbindungen ergeben neue Denk- und Verhaltensmuster.

Wenn du anfängst, intuitiv mit Collagen zu arbeiten, vollzieht sich ein Prozess der Sichtbarmachung. Was vorher als diffuses Gefühl, als nicht greifbare Ahnung existierte, materialisiert sich.

Ein Wort springt dich an. Ein Bild fordert Aufmerksamkeit. Du schneidest, klebst, stellst zusammen. Und plötzlich liegt vor dir, was rational nicht formulierbar war.

Eine limitierende Überzeugung. Ein verschüttetes Bedürfnis. Ein inneres Programm, das dein Verhalten seit Jahren steuert ohne dass es dir bewusst war. Ein Muster, das dich davon abhält zu leben, wie du es dir tief im Inneren wirklich wünschst.

Intuitive Collagen sind der Moment, wo Transformation zugänglich wird. Nicht durch endlose kognitive Reflexion oder analytisches Denken. Sondern durch Externalisieren. Durch Materialisieren. Begleitet durch Freude.

Meine Arbeit mit intuitiven Collagen, aber auch intuitivem Schreiben und Sprechen nutzt genau diese neurobiologischen Mechanismen. Sie ermöglicht tiefe Selbsterkenntnis. Zugang zu deiner eigenen Wahrheit. Zu verschütteten Bedürfnissen. 

Zu einem Lifestyle, der nicht von außen konstruiert ist, sondern dich zutiefst erfüllt.

Intuitiver Selbstausdruck ist ein Weg zu authentischer Selbstführung.

Zur Aktivierung von Kreativität und Innovation. 

Zum Visionieren dessen, was möglich wird, wenn unbewusste Programme nicht länger unerkannt operieren.

Die schönen Collagen sind ein willkommenes Nebenprodukt. Und auch ein Anker, der Erinnerung ist und immer wieder in den transformativen Prozess zurückführt, solange er nicht vollständig abgeschlossen ist
.

Das eigentliche Ziel aber ist, die Rückkehr zu dir selbst. 

Zu allem, was in dir lebendig werden will.

Über vergessene Philosophie und den Funktionsmodus

Und warum Living Artwork zwar eine Neugeburt, aber in Wahrheit eine jahrtausendealte Idee ist​​​​​​​​​​​​​​​​


Weißt du, manchmal wirft dir das Leben Dinge vor die Füße, die du längst vergessen hast.

Bei mir war es die Ästhetik.

Ich habe sie studiert. Jahrelang. Als Kulturwissenschaftlerin war Ästhetik sogar eines meiner Fachgebiete. Ein interdisziplinäre Feld, das sich mit Schönheit, Kunst, kultureller Ausdrucksweise und deren Bedeutung in der Gesellschaft auseinandersetzt. Ich saß über den alten Philosophen, lernte ihre Theorien, schrieb über sie.

Und verstand nicht wirklich.

Jedenfalls nicht so, dass es mich berührt hätte. Mit Anfang Zwanzig fehlte mir einfach jeder Bezug zur eigenen Lebenspraxis. Es war Theorie. Abstrakt. Irgendwie nicht meins.

Dann kam das Leben und mit ihm Jahrzehnte im Funktionsmodus. Aufgaben bewältigen, funktionieren, Rollen erfüllen. 

Ästhetik? Die Kunst des Lebens? Entglitten. Vergessen.

Bis Living Artwork entstand.

Und plötzlich schließt sich der Kreis.

Denn Living Artwork verkörpert eine Lebenshaltung, die ihre Wurzeln genau dort hat, in der Ästhetik und bei den alten Philosophen, die das Leben nicht nur als zu bewältigende Aufgabe betrachten, sondern als schöpferischen und ästhetischen Ausdruck, der in seiner Gesamtheit ein einzigartiges Werk kreiert.

Der französische Philosoph Michel Foucault entwickelte die Idee, dass die „Sorge um sich selbst” eine ästhetische Praxis sei. In seinen späten Schriften von der „Ästhetik der Existenz” beschreibt er, wie im antiken Griechenland und Rom die Praxis der Lebenskunst entworfen wurde. Schon damals bestand sie aus der ständigen Arbeit an sich selbst, einer bewussten Lebensführung und individuellen Lebensformen. Ein Plädoyer für aktive Selbstgestaltung.


Friedrich Schiller verband Ästhetik mit moralischer und gesellschaftlicher Bildung. Im Brief „Über die ästhetische Erziehung des Menschen” sieht er im Schönen einen Weg zur Humanität. Durch ästhetische Bildung würde der Mensch lernen, sich frei und schöpferisch zu entfalten und eine harmonische Persönlichkeit zu entwickeln. Kunst war für Schiller ein Mittel der Veredelung sowohl des Individuums als auch der Gesellschaft.


Friedrich Nietzsche forderte, das Leben nicht bloß nach vorgegebenen Regeln zu führen, sondern durch schöpferische Selbstbehauptung und Stil bewusst zu formen. „Werde, der du bist!” heißt, das eigene Potenzial auszuschöpfen und Entscheidungen wie ein Künstler anzugehen. Kunst und Ästhetik prägen dabei nicht nur äußere Werte, sondern ein inneres Prinzip der Lebensgestaltung.

In der Essenz sagen sie jedoch alle das Gleiche.

Das Leben zu einem Living Artwork zu machen, bedeutet:

Selbstgestaltung:
Du modellierst dein Leben ähnlich wie ein Künstler sein Werk. Prozesshaft und mehrschichtig.

Die Ästhetik des Daseins:
Du formst dein Leben nicht nur nach Nützlichkeit und Zweck, sondern bewusst durch Schönheit, Harmonie und Stil.

Einzigartigkeit:
Du kreierst dein Lebenswerk durch Entscheidungen, Haltung, Emotionen und ihre Ausdrucksformen.

Vergänglichkeit:
Du lebst intensiv, weil du dir bewusst bist, dass du nicht ewig lebst.

Die Praxis der Freiheit: Du befreist dich von Normen und wagst deinen eigenen Entwurf.

Living Artwork ist somit nicht nur die Arbeit an deinem Selbstbild, sondern zugleich die Aufgabe, aus deiner Existenz wieder ein kreierendes, schöpferisches Da-Sein zu machen.

Keine neue Erfindung. Eine jahrtausendealte Lebensphilosophie.

Die ich jetzt, nach Jahrzehnten, wieder aufgreife.

So schließen sich die Kreise im Leben.​​​​​​​​​​​​​​​​

Meine Business/mein Newsletter heißen jetzt nicht mehr leben.reicht, sondern

Living Artwork

Dein Leben. Dein Kunstwerk.


Die großen Dinge schleichen sich oft ganz unauffällig an und blasen sich dann regelrecht auf. Den Namen „Living Artwork“ verdanke ich einem treuen Follower, der seit Jahren, meine (und nicht nur meine) Beiträge so kommentiert.

Dass ich diesen Aus_druck nun verwende, hat eine richtige Kettenreaktion verursacht. Mein Leben verändert sich. Denn mein Business bekommt nicht einfach nur einen neuen Namen, sondern transportiert auch eine neue innere Ausrichtung für mich selbst.

Denn wie ich sehr deutlich spüren konnte, hat sich mit der Streichung des Wörtchens „reicht“ aus meinem Repertoire eine massive Begrenzung geöffnet. Ein neuer, riesengroßer Raum hat sich kreiert, der mich regelrecht einschüchtert.

Ein Leben als Kunstwerk zu gestalten, ist deutlich mehr, als „einfach nur“ zu leben.

Es ist eine Ausrichtung nicht nur auf das Lebendige, sondern auf das Schöne, das Bereichernde, das Eklektische.

Mit dieser Neuausrichtung formuliere ich nicht nur ein Angebot für euch, sondern auch einen Anspruch an mich, an meine eigene Verkörperung, der mir selbst komplett dekadent erscheint. 

Denn auf der Schwelle dieser Zeit bildet der Blickwinkel, den Living Artwork uns schenkt, einen deutlichen Gegenpol zu all dem Düsteren und Grauen. Und da will ich hin. Denn was spendet uns Kraft? Das Schöne. Die Freude. Das Spielerische. Die Fülle in einer Ära des scheinbaren Mangels.

Balsam für die Seele.

Dies gegen allen Widerstand aus dem Außen leben zu können und auch im Kleinen zu finden, braucht Bewusstheit und eine tiefe Auseinandersetzung mit den eigenen Konditionierungen und Werten.

Es bleibt zu erforschen, was LebensKunst im weitesten Sinne für uns überhaupt sein kann.

Und es bleibt zu beobachten, welche Dynamik und welcher Lifestyle sich daraus etabliert, wenn wir unser Leben als Kunstwerk betrachten.